3D-Modelle als Kommunikationselemente vogtländischer baulicher Kulturdenkmäler (Kovoba)

Zum einen ist der Bedarf nach detaillierten, leicht zugänglichen Datenbanken zur Oberflächenbeschaffenheit von Baudenkmälern sehr hoch. Gegenwärtig gilt das Einschätzen von Oberflächen durch das absolute Fachwissen von Experten als Stand der Technik. Daneben wird auf Kataloge zurückgegriffen, welche weder die notwendige Detailtiefe bieten noch für die Mitnahme auf Baustellen geeignet sind.
Dadurch entsteht ein enormer Aufwand sowohl bei der Recherche zu Oberflächen von Baudenkmälern als auch in der Kommunikation zwischen Denkmalpfleger, Restaurator, Projektplaner und ausführenden Handwerkern. Diese müssen gerade bei der Materialbeschaffung sehr häufig in langwierigen Kommunikationsschleifen.
Das Projekt soll hier Abhilfe schaffen, die aktuellen Dokumentationen auf ein hohes Niveau heben und dabei alle Beteiligten zielführend vernetzen. Zudem kann diese visuelle Hilfe Entscheidungsträger, Bürger und andere frühzeitig in bevorstehende Prozesse einbinden.
Die neue Anfassbarkeit von Kulturgütern soll außerdem dazu dienen sehbeeinträchtigte Menschen barrierefreien Zugang zu ermöglichen und einen wertvollen Beitrag zur Inklusion zu leisten. Dadurch trägt Kovoba dazu bei, den Zugang zu Kulturgütern zu erleichtern und zu fördern, insbesondere für Menschen, die nicht in der Lage sind, die Gegenstände physisch zu besichtigen.